Nun, ich muss sagen, dass ich mir mal geschworen habe, nie mehr mit Swiss zu fliegen. Gebucht habe ich den Flug nach Stockholm zwar über SAS, doch mit Code Share und Star Alliance landete ich schlussendlich bei einem Flug von Swiss.
Die Eincheck-Odissee, über die ich hier berichte, fing mit meiner Sorglosigkeit an. Es war morgens um 5 als ich aufgestanden bin, draussen hats geregnet weshalb ich gleich entschied, ein Taxi zu rufen. Pünktlich am Flughafen (es war ca. 05.40 und mein Flug sollte nach Plan um 06.50 den Boden verlassen) ging ich gleich zur dieser netten Dame am Check-In. Bereits hatte ich an diesen Automaten mein Sitz gebucht, mein Ticket gedruckt und meine Gepäck-Zettel vorschriftsgemäss an meinem Koffer und meiner Sporttasche angebracht. Soweit so gut.
Einmal bei der Dame, mussten ich und sie feststellen, dass ich mit 33kg ein bisschen zu viel Gepäck dabei hatte. Meine Überzeugungsarbeit, ich sei sonst ein Schlanker, half nichts, ich musste einen Preiszuschlag bezahlen. Ich willigte ein, ohne nach dem Preis zu fragen, zu müde war ich und sie hat's irgendwie auch verpasst. Sie drückte auf den Knopf und mein Gepäck ging in die Tiefen des Zürcher Flughafens.
Nun, Dame 1 konnte leider kein Geld einkassieren, ich musste zu einem anderen Schalter (zu Dame 2). Da traf mich dann der Schlag: 300.- für 12 kg Übergewicht, das war mir zu viel. Ich sagte, dass ich das nicht bezahlen werde und könne und Dame 2 meinte, dann könne ich mein Gepäck halt nicht aufgeben. Auf meinen Hinweis, mein Gepäck sei bereits 'durch' reagierte sie sichtlich ungläubig und sie bestelle Dame 1 an ihr Pult. Sie berieten nun und meinten, dass sie mein Gepäck dann halt wieder suchen lassen werden. Ich meinte dann, dass der Koffer ganz sicher mitmüsse, über die Sporttasche liesse sich diskutieren. So kam es, dass ich in die Ankunftshalle musste, um beim Luggage-Drop meine Tasche suchen musste um ihr die nötigen Kilos zu entnehmen. Als Sicherheit beschlagnahmten die beiden Damen meinen Boardingpass. [Ich glaube, ich muss nicht erwähnen, dass ich 1. gereizt war und 2. mir die Zeit davon lief.] So gegen 06.20, nachdem ich rund 30 Min. an die Scheibe des Zolls (man kommt nicht einfach so in die Ankunftshalle) pöpperlete und die dafür vorgesehene Klingel bediente, öffnete eine andere Dame (3) -erneut völlig ungläubig - die Tür und fragte, was ich denn wolle. Kurz erläutert, rollte sie die Augen und meinte, dass das eigentlich nicht gehe, sie aber eine Ausnahme machen würde, da ja bereits das Boarding für meinen Flug begonnen hätte. Ich hatte meine Tasche, öffnete sie und wand dann den allseits beliebten Eskimo-Trick an. Einfach Hosen-, Jacken- und Manteltaschen mit Kleidern füllen und dann ging ich mit der jetzt leichtern Tasche erneut zum Check-In. Jetzt war es etwa halb 7.
Nun, weder Dame 1 noch Dame 2 waren zugegen und so sprach ich mit Dame 4. Die wog meine Tasche und meinte, dass sie meine Aufregung nicht verstehen könne, 7kg seien nie zuviel. Nun schaute ich ungläubig, leicht rätselnd ob ich noch schnell ein paar Sachen wieder in die Tasche stopfen soll?! Keine Zeit: ich mich solle mich beeilen, meinte Dame 4, das Gate schliesse in 10 Minuten. Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass ich ja meinen Boardingpass noch ergaunern musste. Dame 4 war aber sehr unkompliziert und stellte mir kurzerhand einen Neuen aus, worauf ich micht mit 15kg Kleidern zur Passkontrolle aufmachte. Völlig ausser Atem.
Die Passkontrolle ging ganz schnell, doch dann der Security Check. Während ich beim Check-In noch die knappe Zeit erwähnen konnte, half hier gar nichts. Wer so viele Kleider an hat, der hat auch was zu verbergen. Ein seelenruhiger, netter Herr nahm sich so Tasche für Tasche und Jacke für Jacke vor und nutzte seinen Magnetstab an allen möglichen und unmöglichen Orten (blieb aber immer fair.. keine dummen Gedanken bitte).
Haha, nun war ich durch! Am Gate angekommen, war natürlich das Zeugs schon zu, der Bus war weg. Nette Dame 5 und nette Dame 6 beruhigten mich, riefen so gleich einen Shuttle-Bus und meinten, dass der Flieger warten werde. Erleichtert konnte ich um 06.48 ins Flugzeug steigen, mir meinen Platz aussuchen und die Füsse hochlagern, denn es waren höchsten 20 Personen in diesem 100-Pläze-Vogel.
Jetzt bin ich in Stockholm. All mein Gepäck schleppte ich nach Stocksund, im Norden der Stadt, quasi das Villars-Sur-Glâne hier. Ein bisschen ausserhalb, aber gut erreichbar. Im Zimmer, dass mir die geldgierige Landlady vermietet, waren (und sind glaub ich immer noch) 14°, auch im Badezimmer.. ein schönes Duscherlebnis war das. Mein Notebook ging in der ganzen Hektik wohl auch kaputt, rien ne va plus, somit auch kein Internet.
Genau aus diesem Grunde ging ich jetzt in die Innenstadt, nicht etwa in ein Internet-Kaffee, sondern benutzte ds'Lüti der Schweizer Botschaft. Der Empfangsherr gewährte mir Einlass und jetzt bin ich hier, in einer so super-sympatischen Umgebung, wie ich es mir nicht im Traum vorgestellt hätte. Gerade kamen Botschafter und Botschaftsrat, sowie Kanzlerin und hiessen mich willkommen. Mein Einzelbüro konnte ich auch schon beziehen und somit bin ich auf die Aufgaben gespannt, die mir zugeteilt werden. Ich halte euch auf dem Laufenden.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
2 Kommentare:
VIVA SWISS! :-) Hei, ich gratuliere für den Job! Ist ja voll genial! Küssli, Eva
Saleti,
schön die kampf am flughafe und das sicher mitemne kopf wie du immer bi üs am morge ufsteisch. hehe.
no alles gueti. ghörsch vo mir...
paedu
Kommentar veröffentlichen